Die Rauhekopfhütte empfängt uns noch leicht eingeschneit. | © Helmut Schgeiner

Frühjahrsputz auf 2.731 Meter

28.06.2026

Zur Vorbereitung der Sommersaison auf der Rauhekopfhütte stand – wie alle Jahre wieder – Anfang Juni ein Arbeitsdienst an, um die Hütte nach der Winterpause wieder frisch zu machen.

Nach vielen Jahren Tätigkeit im Vorstand war dies für mich eine willkommene Gelegenheit, nun endlich unserer am höchsten gelegenen Hütte einen überfälligen Besuch abzustatten.

Vortreffen im Gepatschhaus

Los ging es mit dem Vorabendtreffen der Freiwilligen auf dem Gepatschhaus im Kaunertal, wo uns bereits Stefan Ernst, der Hüttenwart der Rauhekopfhütte, erwartete. Stefan agiert in der Versorgungswoche wie der Dirigent eines vielschichtigen Orchesters, hat die komplexe Choreographie im Kopf und „freut“ sich natürlich über alles, was noch so an Unvorhergesehem passiert. Zusammen mit Stefan B., Dieter, Christian und Jutta stiegen wir dann frühmorgens bei bestem Frühsommerwetter vom Gepatschhaus aus über den Gletscher hoch zur Rauhekopfhütte, um die alte Dame aus dem Winterschlaf zu wecken.

Erfahrung ist gefragt

Oben angekommen, übernimmt Stefan B., langjähriger Sympathisant der Rauhekopfhütte und routiniert im Umgang mit allen Hüttendetails, die Koordination der anstehenden Arbeiten. Hüttenwart Stefan Ernst hält unten am Gepatschhaus die Stellung und kümmert sich um die anstehenden Materiallieferungen und Versorgungsflüge. Das Arbeitsprogramm für unser kleines Team ist umfangreich: die Wasserversorgung (und die WCs) zum Laufen bringen, Abwasser und ARA in Betrieb nehmen, Küche mit Geschirr und Regalen komplett durchputzen, die Lager herrichten, Winterschäden inspizieren und möglichst gleich reparieren, Außenanlagen für die Versorgungsflüge frei machen, und und und.

Neue Photovoltaik-Anlage für die Rauhekopdhütte

Da dieses Jahr besonders viele Arbeiten anstehen, zum Beispiel auch die komplette Erneuerung der in die Jahre gekommen Photovoltaik (PV)-Anlage, wurde die Vorbereitungswoche etwas vorverlegt, um mehr Zeit zu haben. Leider bringt das mit sich, dass die oberirdischen Leitungen der Wasserversorgung zum Teil noch eingefroren sind, was dem Technik-Team Stefan B., Dieter und Christian reichlich und unerwartet Arbeit beschert. Zudem meldet sich über Nacht der Winter noch kurz zurück mit 30 cm Neuschnee, und das am Tag der geplanten Versorgungsflüge. Für Stefan Ernst unten am Gepatschhaus bedeutet das kurzweilige Momente, um den Helikopter mit den ganzen Lieferungen spontan umzubuchen.  

Die Rauhekopfhütte ist bereit

Bis zum Saisonstart der Rauhekopfhütte am 20. Juni 2026 wird dann da oben alles funkeln, glänzen und einwandfrei funktionieren, da bin ich mir sicher.

Dieser Einsatz ist auch für den Schornsteinfeger etwas Besonderes.

Maßarbeit des Helikopter-Piloten: Abladen direkt vor der Haustür.

Vielen Dank

an die vielen freiwilligen Helfer, die uns so grandios beim Vorbereitungsdienst unterstützt haben. Die Rauhekopfhütte ist und bleibt ein ganz besonderer Ort mit unerreichbarem alpinen Flair und es macht mich glücklich, dass ich dieses Jahr mit dabei sein konnte. Einziges Manko: durch den Talflug habe ich das Anzapfen des ersten Fasses oben verpasst. Da gibt es also einen überzeugenden Grund, wiederzukommen.

Text und Fotos: Helmut Schgeiner

 

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Ihr wollt den Vorbereitungsdienst unterstützten?

Interessenten für eine Mitarbeit beim Vorbereitungsdienst wenden sich bitte direkt an Stefan Ernst, den Hüttenwart der Rauhekopfhütte.