Kleinere Ausbrüche, die zum Beispiel zur Schließung des Flughafens von Catania führten, gab es in den letzten Jahren regelmäßig. Größere Ausbrüche in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden hatten Tsunamis, Zerstörung von sizilianischen Städten und auch Temperaturstürze durch Verdunkelung des Himmels zur Folge. Sie betrafen so mitunter den gesamten Mittelmeerraum.
Der Ätna ist ein bevorzugtes Ziel von Wanderern, wobei es unterschiedlichste Zugänge Richtung Gipfel gibt. Eine Seilbahn verkehrt bis auf ca. 2.500 Meter Höhe, von dort werden Allrad-Busse bis auf ca. 3.000 Meter Höhe angeboten. Besteigungen über 2.500 Meter Höhe sind grundsätzlich nur mit ausgebildeten Bergführern und/oder Vulkanologen zulässig. Obwohl der Ätna als einer der am besten überwachten Vulkane der Welt gilt, ist grundsätzlich jederzeit mit unerwarteten Ausbrüchen, umherfliegenden Brocken, giftigen Gasen etc. zu rechnen. In diesem Jahr lag der Ätna auch Ende April noch unter einer dicken Schneedecke, was leider eine einfache Besteigung selbst als Teil einer geführten Tour unmöglich machte.
Zahlreiche Wanderungen mit zweieinhalb bis fünf Stunden Gehzeit in der Umgebung des Ätna bieten aber Vulkan-Erlebnisse auch ohne eine Besteigung des Berges selbst. Dabei gibt es unterschiedlichste Schwierigkeitsgrade, stets Optionen der Anfahrt mit dem ÖPNV und auch für Kinder gut geeignete Touren-Optionen.
Das am Berg gebaute Taormina ist aber nicht nur ein guter Startpunkt für zahlreiche Touren, sondern bietet auch selbst eine hohe Aufenthaltsqualität und zahlreiche lohnende Besichtigungs-Möglichkeiten: Ein großes Griechisches Amphitheater, das später von den Römern umgebaut wurde, attraktive Parks, malerische Gassen mit viel Gastronomie, einen Bahnhof aus den 1880-er Jahren, der toll saniert wurde und trotzdem noch seine Funktion erfüllt, Strände mit glasklarem Wasser – und (fast) alles mit Aussicht auf den Ätna.